November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Abschied einer U-Straßenbahn in Ludwigshafen

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Zunächst wur­den die Straßenbahnlinien aus Oggersheim und Friesenheim in die neue Anlage verschwenkt. Die damit verbundene Neuorganisation des Straßenbahnnetzes hatte aufgrund der Aufgabe direkter Strecken­führungen durchaus spürbare Fahrzeitverlängerungen zur Folge, erschien im Angesicht der Verknüpfung mit dem Ei­sen­bahnverkehr damals aber als gerechtfertigt.

1976: Der »C-Tunnel« wird eröffnet

Durch die Verlegung des Hauptbahnhofs entstand am nördlichen Rand des Zentrums von »LU« (wie die Stadt nach ihrem Autoverkehrszeichen auch genannt wird) auf den ehemaligen Bahnflächen eine breite Brache. Diese war linksrheinischer Mün­dungspunkt der Kurt-Schumacher-Brücke, über die seit dem 29. September 1972 auch die Straßenbahn fährt und so auch heute noch einen von zwei Meterspur-Verknüp­fungen zwischen Mannheim und Ludwigshafen stellt. Parallel zum Brückenbau wurde das ehemalige Bahngelände städte­baulich entwickelt. In Höhe des alten Bahnhofs entstand dabei das »Rathaus-Center«, ein Hochhaus, in dem neben dem Rathaus der Stadt Ludwigshafen auch ein Einkaufszentrum untergebracht ist.

Zusammen mit dem Rathaus-Center baute man alle damals in diesem Bereich geplanten Schnellbahnstrecken quasi »in einem Aufwasch« gleich mit. Unter dem Rathaus-Center wurde dafür ein sechsgleisiger U-Bahnhof auf zwei Ebenen angelegt. In Richtung Norden entstanden zwei kreuzungsfreie Anschlussstrecken in Richtung Werksgelände der BASF, die südlich der ebenfalls unterirdischen Station Hemshofstraße kreuzungsfrei zusam­men­geführt wurden. In diesem Bereich findet sich außerdem die ebenfalls kreuzungsfreie, oberirdische Station Gartenstraße. Die von der Kurt-Schumacher-Brücke kommende Straßenbahnstrecke erhielt eine eigene Einfahrt in das Tunnelsystem. Zwi­schen dem Rathaus und der 1969 eröffneten unterirdischen Station am neuen Hauptbahnhof wurde in offener Bauweise auf der ehemaligen Bahntrasse eine Tunnelstrecke mit der Zwischenstation Danziger Platz errichtet, die in der Planung als C-Tunnel bezeichnet wurde. Die gesamte neue Straßenbahninfrastruktur um den Knoten Rathaus – die Station hieß bis 1979 »Hauptpost« – konnte am 26. September 1976 in Betrieb genommen werden.

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Fotos: 
M.Alex
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