November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Platte, Märchenschloss und sieben Seen

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Durch eine Verbindung zwischen beiden Richtungsgleisen existiert eine Gleisschleife, die der Linie 4 nach Neu Pampow als Endstelle dient.

Der lange Tramzug der Linie 2 setzt nun seine Reise fort, während die in Einfachtraktion betriebene 4 noch auf die Abfahrt wartet. Das Gleis windet sich durch die Friedensstraße. Enge Straßenführung und geparkte Autos verlangen von Straßenbahnern und Autofahrern höchste Aufmerksamkeit. Beiderseits flankieren Mietshäuser aus der Zeit zwischen 1840 und 1910 die Straße. Den Backsteinbau rechts errichtete die Stadt 1885 als Realgymnasium, er beherbergt jetzt die Friedensschule.

Nach dem Stopp an der Wittenburger Straße biegt die Straßenbahn scharf nach links in die namensgebende Straße ein. Bis 1969 ging es hier geradeaus über die Voßstraße zum alten Friedhof; Reste der Gleise sind noch vorhanden. Links und rechts gibt es hier einige gemütliche Kneipen. Dann wird die Eisenbahnlinie nach Berlin und Hamburg überbrückt, die die Paulsstadt wie ein Cañón teilt.
 

Zentraler Umsteigepunkt in Schwerin: der Marienplatz



Steil geht es zum Marienplatz hinab, Hauptumsteigepunkt des Schweriner Nahverkehrs und Tor zur Altstadt. Auf seiner Westseite dominiert die Glasfassade des Schlossparkcenters. Neben dem Center prägen weitere moderne Geschäftshäuser, aber auch schick sanierte Bauten aus der Gründerzeit und den 1930er-Jahren den Platz. Aus der Wismarschen Straße kommt die 1 aus Richtung Hauptbahnhof und Kliniken. Die Linie 2 in Richtung Lankow führt ein kurzes Stück durch die Wismarsche Straße, es geht vorbei an der bekannten Brauereigaststätte „Stadtkrug“ links und dem historischen Arsenal rechts. Dann biegt sie links in die stark ansteigende Franz-Mehring-Straße ein. Voraus thront der prächtige neogotische Backsteinbau der Paulskirche aus dem Jahr 1863. Nach dem Sakralbau wird erneut die bereits erwähnte Eisenbahnstrecke überbrückt und die Haltestelle Stadthaus erreicht, die im Jahr 2004 für Mitarbeiter und Besucher des Technischen Rathauses entstand. Rechts steht ein reizvolles, aber ungenutztes Speichergebäude. Weiter geht es durch von alten Mietshäusern gesäumte Straßen zum Platz der Freiheit und dann zweigleisig nach Lankow.

In Richtung Hegelstraße fährt der lange 2er-Zug südwärts durch die enge Goethestraße. Die Häuser rechts liegen erhöht, wie der imposante wilhelminische Bau des Gymnasiums Fridericeum. Nächster Halt „Schlossblick“. Hier ist der Name Programm. Durch die Heinrich-Mann-Straße fällt links der Blick auf das vieltürmige Schweriner Schloss, auf einer Insel zwischen Burg- und Schweriner See gelegen. Die einstige großherzogliche Residenz entstand in der heutigen Form von 1845 bis 1857.

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