November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Platte, Märchenschloss und sieben Seen

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Auf eigenem Gleiskörper durch Lankow



Der mit farbenfroher Vollwerbung versehene SN 2001-Doppeltraktionszug steht zur Abfahrt bereit. Die Trasse verläuft zunächst auf eigenem Gleiskörper durch das Wohngebiet Lankow. Nach 150 Metern folgt ein scharfer Rechtsbogen. Kurz darauf wird die Haltestelle Rahlstedter Straße erreicht. Ein kleiner Kiosk bringt etwas Ruhrpottflair nach Mecklenburg.

Die Fünf- bis Elfgeschosser beiderseits der Trasse hat überwiegend die städtische Wohnungsgesellschaft in den 1990er-Jahren sanieren lassen, inzwischen haben sie wieder etwas Patina angesetzt. Weiter geht es ostwärts durch gepflegtes Grün bis zur Haltestelle Eutiner Straße. Dann nimmt der Zug einen weiteren Rechtsbogen. Die Gleise verlaufen nun in einem kleinen Einschnitt rechts der Grevesmühlener Straße. Auf der linken Straßenseite gibt es Siedlungshäuser und mittelständisches Gewerbe. Nach der Kieler Straße folgt die gleichnamige Haltestelle. Von rechts mündet die Gadebuscher Straße aus Richtung Lankower Ortskern. Die Bahn biegt aber nach links in die Lübecker Straße ein, auf deren Mitte die Trasse für zwei Kilometer verläuft.
 

Verwaltungskomplexe und Traditionslokal



Linkerhand stehen große Bürokomplexe mit dem Landesvermessungsamt, dem Statistischen Landesamt und dem Datenverarbeitungszentrum. Bis zu Beginn der1990er-Jahre waren hier der VEB Geodäsie und Kartografie und der VEB Rechenzentrum Schwerin angesiedelt. Mittlerweile sind die Gebäude modernisiert und bedeutend erweitert.

Ein Hingucker auf der rechten Seite ist das Traditionslokal Lindengarten, ein unverputzter Fachwerkbau aus dem Jahr 1900, unmittelbar an der Haltestelle Büdnerstraße. Danach eröffnet sich der Blick über den Lankower See zum Stadtteil Neumühle. Das bisher durchfahrene Lankow verabschiedet sich mit Volksschwimmhalle, Einfamilienhäusern und Kleingärten.
 

Auf der Lübecker Straße durch die Weststadt



Vor der Haltestelle Friesensportplatz beginnt die Weststadt. Links liegt der namensgebende kleine Sportplatz, danach erheben sich beiderseits der Trasse große Wohnblöcke aus den in den 1950er- und 1960er-Jahren, gemischt mit gartenstädtischer Bebauung. Zwischen Friesensportplatz und Obotritenring ist die Trasse als Rasengleis ausgeführt.

Die Lübecker Straße wird von zweieinhalb- bis viergeschossiger geschlossener Bebauung im Jugend- und Gründerzeitstil flankiert. Diese hat gutbürgerlichen, teilweise sogar villenartigen Charakter. Die meisten Häuser sind inzwischen liebevoll saniert. Nach der Feuerwache rechts wird die Haltestelle Robert-Beltz-Straße erreicht. Die Kreuzung Lübecker-/Robert-Beltz-Straße wird von Eckhäusern aus den 1930erund 1990er-Jahren dominiert. Bald darauf kreuzt die Lübecker Straße den Obotritenring, eine vierspurige Umgehung der Schweriner Innenstadt. Dahinter beginnt die Paulsstadt, entstanden als Stadterweiterung Mitte des 19. Jahrhunderts.

Weiter geht es als reine Straßenbahn mit Gleislage im Straßenkörper. Rechts liegt der prunkvolle wilhelminische Backsteinbau der Landesversicherungsanstalt Mecklenburg- Vorpommerns.
 

Durch die Paulsstadt auf getrennten Wegen



Der Platz der Freiheit mit dem modernen Kundenzentrum der Nahverkehr Schwerin (NVS) wird im Osten von Wohn- und Geschäftshäusern aus der Kaiserzeit, den 1930er- Jahren und der Nachwendezeit begrenzt, im Westteil dagegen von eher villenartiger Bebauung mit gepflegten Vorgärten. Durch den ältesten Teil der Paulsstadt hinab zum Marienplatz verlaufen die Tramgleise nach Richtungen getrennt. In Richtung Zentrum/Hegelstraße geht es zunächst südwärts durch die Friedensstraße. Das Richtung Lankow führende kommt aus östlicher Richtung durch die Franz-Mehring-Straße und die Straße „Zum Bahnhof“.

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