November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 
Unsere Frage des Monats aus Heft 07/15

ÖPNV per Flatrate?

Seiten

„So wie die Frage pauschal einen Sachverhalt darstellt, muss ich leider antworten: Nichts. Dennoch, Sie deuten mit Ihrer Frage in eine bestimmte Richtung: Vergleichbar wäre der Sachverhalt mit dem Gebühreneinzug zur Finanzierung der öffentlich rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten Deutschlands. Fast jeder Zahlungspflichtige schimpft, der eine, weil das Programm zu schlecht sei, der andere weil er diese Sender nie empfange und der nächste behauptet er habe die nötigen Empfangsgeräte nicht. So ähnlich erginge es, müsste jeder eine feste Summer für den ÖPNV zahlen, auch wenn er ihn dafür kostenlos nutzen könnte. Würde man eine solche Pauschalierung festlegen, dann erginge es dem ÖPNV wie dem öffentlichen TV+Rundfunk: jeder schimpf meckert und lehnt ab, sodass der ÖPNV bald das gleiche schlechte Image hat, wie die jetzige Einzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten. Ein pauschaler Einzug eines geringen festen Betrages in Kombination mit einem sehr niedrigen Fahrpreis wäre noch sinnloser. So wie unser jetziges System organisiert ist, finde ich es keinesfalls schlecht, man müsste nur noch an einzelnen Stellschrauben drehen, dies wären:

  • Niedrigere Fahrpreise, die etwas unter den Preisen liegen, die sich für die PKW-Nutzung ergeben, ohne Berücksichtigung der Anschaffungskosten, möglichst so wie es die meisten Menschen machen: sie rechnen sich den Benzinpreis für eine Fahrt aus
  • Getrennte Kostenrechnung einerseits für Investition und Unterhalt andererseits für den Betrieb. Dadurch könnte der Bund die Investitionen zahlen, ggf. mit Zuschüssen der Länder und die Kosten für Unterhalt und Betrieb würden aus den Fahrtkosteneinnahmen und den Zahlungen der jeweiligen Gebietskörperschaften gedeckt
  • Diese Kostenanteile sind aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu decken, wobei bestimmte Mindestsummen zu garantieren sind und in regelmäßigen Abständen an die allgemeine Preis- und Einkommensentwicklung anzupassen sind

Ein kostenloser ÖPNV würde entweder unbezahlbar werden oder sich mangels Qualität bald selber abschaffen, denn wie will man die Mehrzahl der Beschäftigten in einem solchermaßen Unternehmen zum dauerhaften engagierten und qualitätvollen Arbeiten bringen?"

Seiten

Fotos: 
Michael Sperl
Tags: 
Weitere Themen aus dieser Rubrik

Der Mensch als Fehlerquelle?

"Ich war doch nur ganz kurz abgelenkt“, zitieren zahlreiche Unfallprotokolle in ganz Deutschland die Fahrer von Stadt- und... weiter

Freiburg vor dem Generationswechsel - Gnadenfrist für die letzten sechs GT8K bis 2017

Die VAG in Freiburg bekommt gerade sechs Niederflurwagen von CAF geliefert – trotzdem mustert sie die letzten sechs hochflurigen GT8K nicht aus. Sie m&... weiter

Wirklich sicher?

Hat er seinen Tod fahrlässig in Kaufgenommen? Noch immer ermittelt die Dortmunder Staatsanwaltschaft, wieso am Pfingstwochenende ein 20-Jähriger zwischen zwei als...

weiter

Das könnte Sie auch interessieren