November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Und 1974 war dann Schluss...

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In Aachen selbst betrieb die ASEAG eine Trümmerbahn und befreite auch den Straßenraum von Schutt und Trümmern.

Das einst 220 Kilometer langen Streckennetz wurde bis 1950, mit Ausnahme der drei kürzeren Abschnitte Ponttor – Westbahnhof (Linie 4 und 14), Horbach – Locht (Linie 26) und Mariadorf – Höngen (Linie 31), wieder aufgebaut.  Während das Eupener Netz (Linie 24, 34, 44, 54 und 64) mit 17 Trieb- und fünf Beiwagen an die SNCV zurückgegeben wurde, wurde der Betrieb auf der Altenburger Strecke (Linie 27) nicht wieder aufgenommen.

24 Trieb- und 19 Beiwagen waren so stark beschädigt, dass nur Teile oder das Fahrgestell in der eigenen Werkstatt und bei der Waggonfabrik Talbot auf brauchbaren Fahrgestellen wieder aufgebaut wurden.

Nachkriegshöhepunkt 1950 
Das Streckennetz der Aachener Straßenbahn erlebte Anfang der 1950er-Jahre seinen Nachkriegshöhepunkt. Es verkehrten sogar mehrere Schnellstraßenbahnlinien im 60-Minuten-Takt. Doch durch die Ausweitung der individuellen Mobilität durch Motorrad und Pkw setze ein unaufhaltsamer Niedergang der Straßenbahn ein. Der Rückbau begann zuerst auf den eingleisigen, im 30- bzw. 60-Minuten-Takt betriebenen Überlandlinien im Kreisgebiet.

Am 26. August 1951 wurde die Linie 26 zwischen Richterich und Horbach auf Busbetrieb umgestellt. Im Jahre 1953 folgten die über Haaren hinausfahrenden Linien 11 und 21 nach Mariadorf Dreieck und Würselen – Bardenberg. Der so genannte Kahlschlag der Straßenbahn wurde im Jahre 1955 in einem vom Planungsamt der Stadt Aachen herausgegebenen

Leitfaden projektiert. Dies entsprach dem allgemeinen Zeitgeist als konsequenter Verfechter einer „autogerechten Stadt“ und empfahl der ASEAG, bis auf die drei nachfolgenden Linien das Schienennetz auf Busbetrieb umzustellen:

•  Linie 1: Kohlscheid – Ponttor – Seilgraben – Theater – Ronheide
•  Linie 2: Brand – Kaiserplatz – Neubaustrecke Stiftstraße – Blondelstraße – ­Peterstr. – Theater – Vaals
•  Linie 3: Eilendorf – Kaiserplatz – Neubaustrecke – Theater – Schleife Franz- straße.

Dieser Plan wurde auch aufgrund der mangelnden Vorbereitungen für die verschärfte Sicherheit der Straßenbahnfahrzeuge ab 1960 weitgehend durchgeführt. Eine angestrebte und empfohlene Erhaltung der Strecke von Kohlscheid bis Theater (Linie 1) erübrigte sich im Jahre 1960 aufgrund der durch die ASEAG vollzogenen Umstellung auf Busbetrieb.

Restnetz in den 1960er-Jahren
Bis zum Jahre 1962 wurde das ehemalige Netz von 207 Kilometer Länge und 21 Straßenbahnlinien auf ein geschrumpftes, aber dicht befahrenes Netz mit einer Länge von 62 Kilometer Länge umgestellt. Es umfasste zwei Stadtlinie und vier Landkreislinien – siehe Kasten 3.

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