November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Und 1974 war dann Schluss...

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Die elektrische Straßenbahn
Ende des Jahrhunderts begann man mit der Nutzung elektrischer Antriebskraft und so eröffnete die alte Gesellschaft unter neuem Namen als „Aachener Kleinbahngesellschaft“ im Jahre 1895 ihre erste Straßenbahn. Eine Tochtergesellschaft betrieb dann im Jahre 1925 die erste Omnibuslinie und im Jahre 1942 wurden alle Verkehrsmittel in der Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-Aktiengesellschaft (ASEAG) vereinigt.

Der Straßenbahnbetrieb entwickelte sich sehr rasch und wurde als Stadt- und Landnetz betrieben. In einer Art Euphorie wurden Strecken gebaut, die größtenteils nur alle 60 Minuten betrieben wurden, da das Fahrgastaufkommen nur zu den Verkehrsspitzen einen dichteren Takt rechtfertigte. Ende August 1939 zeichnete sich die drohende Kriegsgefahr auch in Aachen ab.

Erste Einrufungsbescheide wurden erteilt und am 2. September 1939 erfolgten Instruktionen für die Zivilbevölkerung für den Fall einer Evakuierung ins Bergische Land. Durch die militärische Besetzung des Westwalls kam es zu den ersten massiven Störungen im Landnetz und die zivile Nutzung des Aachener Stadtwaldes war auch für die Straßenbahn vom 10. September bis zum 1. Juli 1940 untersagt.

Im Anschluss an den Westfeldzug, der am 10. Mai mit dem Überfall auf Vaals begann, kamen die ehemaligen Kreise Eupen und Malmedy sowie zusätzliche Gebiete von Altenberg und Moresnet (wieder) unter deutsche Verwaltung. Das Eupener Netz wurde einverleibt und durchgehende Verbindungen zwischen Eupen und Aachen wurden durch die Linie 24 hergestellt.

Das gesamte und in seiner Größenordnung nie mehr erreichte Liniennetz umfasste im Sommerfahrplan 1940 insgesamt 30 Linien (siehe Kasten). Am 11. September des Jahres 1944 erreichten amerikanische Truppen die Strecken des Eupener Netzes. Die letzten ASEAG-Wagen verkehrten daraufhin in Aachen am 23. September 1944 auf der Linie 9 zwischen Alsdorf und Mariadorf, weil Aachen als erste deutsche Großstadt besetzt wurde. 

Die Nachkriegszeit
Bis zum Sommer 1945 fiel die Aachener Straßenbahn in eine Art Dornröschenschlaf, der mit der Aufnahme der ersten Linie zwischen Kaiserplatz und der Kaserne in Brand mit zwei Wagen im 30-Minuten-Takt endete. Am 15. Mai 1949 verkündete die ASEAG stolz: „Der Straßenbahnverkehr läuft nun wieder friedensmäßig, das heißt nach dem verbesserten Plan von 1938, nämlich in kürzeren Zeitabständen und in den Abendstunden länger.

Damit ist das Ziel unablässiger Arbeit am Wiederaufbau des Un­ternehmens erreicht, zum Wohle der Bevölkerung des schwer geprüften Aachener Raumes.“ Neben dem Personenverkehr übernahm die ASEAG mit ihren Güterzügen den Kohlentransport in die Innenstadt Aachens und trug wesentlich dazu bei, dass die Schornsteine wieder rauchten.

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