November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Rolle vorwärts zurück?

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Ich fahre selbst seit sechs Jahren Tram in Braunschweig und hatte noch nie Probleme mit E-Rollis. In den Bahnen und Bussen gibt es einen festen Platz für Rollstühle und niemand kommt auf die Idee, sich zwischen den E-Rolli und zum Beispiel die Außenwand zu stellen. Ich persönlich finde es unmenschlich, Rollstuhlfahrer an den Haltestellen zurückzulassen, gerade diese Personengruppe ist doch auf den ÖPNV angewiesen, um ihre Mobilität zu erhalten. Das Argument, dass bei starkem Bremsen jemand eingeklemmt werden könnte, ist meiner Meinung nach Unsinn. Es könnte auch jemand stürzen oder vom Sitz fallen, da es keine Gurte gibt, demnach dürfte man niemanden mehr befördern, weil Verletzungen nicht ausgeschlossen sind. Ich finde, die KVB sollte das Beförderungsverbot sofort wieder aufheben und hoffe, dass es hier nicht noch Nachahmer in anderen Verkehrsbetrieben gibt. Also ich ließe keinen Rollstuhlfahrer in der Kälte stehen, Beförderungserlaubnis hin oder her.“

Markus S.W. aus Krefeld-Fischeln schreibt:

Der Begriff Elektro-Rollstühle ist verwirrend!

„Es geht um die Aufsitzer genannt E-Scooter, die vom Gewicht an einen Kleinkraftwagen herankommen. Deren Nutzer sind meistens in der Lage noch einige Schritte selbstständig zu laufen, während die Nutzer von E-Rollis, welches baumäßig motorisierte Rollstühle sind, ohne deren Hilfe sich nicht mehr fortbewegen können! Diese werden von den Verkehrbetrieben anstandslos weiter transportiert.

Wir haben uns als Sachverständigengruppe (von Schwerbehinderten) im Paritätischen in Krefeld gerade erst in dieser Woche auch mit den verschiedenen Begriffen und der plausiblen Begründung der Verkehrsbetriebe auseinander gesetzt und ich möchte erwähnen, es betrifft eine Gruppierung von unter zehn Prozent der mobilitätseingeschränkten Personen, die von diesem Verbot betroffen sind. Im ersten Moment hört sich es diskriminierend an, wenn man sich jedoch mit dem Thema und den verschiedenen Fachbezeichnungen zu diesem Thema auseinandersetzt ist ein Verbot nachvollziehbar.

E-Scooter sind schwergängige Aufsitzer für Mobilitätseingeschränkte Menschen, die sich auch ohne deren Hilfe noch fortbewegen können, während Elektro-Rollstühle/E-Rollis bauartmäßig mit Elektromotor verstärkte Rollstühle sind, deren Nutzer sich ohne Rollstuhl nicht mehr fortbewegen können, Die Krankenkassen und Versorgungsträger verpassen sehr häufig aus Kostengründen den Schwerbehinderten die preiswerteren E-Scooter, die gewichtsmäßig an einem Kleinkraftrad herankommen anstatt die teureren, aber bauartstabileren E-Rollis.“

Julian A. schreibt:

Keine Gefahr bei guter Sicherung

„Aufgrund des Beitrages bezüglich Elektro-Rollstühlen in Straßen- resp. Stadtbahnen möchte ich anfügen, dass, wenn der Rollstuhl an drei von vier Seiten gut gesichert ist, kein Gefahrenpotential für weitere Passagiere existiert. Es wäre selbstverständlich noch besser, wenn die vierte Seite ebenfalls (mit flexiblen Gurten) gesichert wäre, was jedoch für den Rollstuhlfahrer unzumutbar wäre. Somit besteht wie bereits erwähnt meinem Ermessen nach keine resp. sehr wenig Gefahr für weitere Fahrgäste. Ich finde es somit nicht rechtens, was von den KVB derzeit praktiziert wird und hoffe auf einen „Geistesblitz“ beim Vorstand des KVB.“

Ernst B. aus Berlin schreibt:

Ironisch betrachtet …:

„Als Abonnent des Straßenbahn-Magazins möchte ich Ihnen gern meinen Standpunkt zur aktuellen Frage des Monats zukommen lassen. Ich gehe dabei davon aus, dass dies kein vorgezogener Aprilscherz ist.

Es ist natürlich vollkommen richtig, E-Rollis von der Beförderung im ÖPNV auszuschließen. Das ist aber noch viel zu wenig! Es gibt noch weitere Bevölkerungsgruppen, die zukünftig aus Sicherheitsgründen nicht mehr mitfahren dürfen sollten.

Das sind zum einen die Rentner. Bisweilen etwas langsam, manchmal auch mit zu wenig Halt in Bus und Bahn – man stelle sich vor, man wird bei einer Kollision von einem Rentner getroffen, womöglich noch von einem fliegenden. Einige Exemplare besitzen ja ein ganz schönes Gewicht. Nein, das geht wirklich nicht. Rentner raus aus dem ÖPNV!

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