November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Neues aus Cottbus: Erhalten? Ja, aber wie?

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Auch zum »Lausitzpark«
Volkswirtschaftlich ebenfalls sinnvoll, aber mit höheren Betriebskosten verbunden, wäre die Umleitung der Straßenbahnlinie4 von der bisherigen Wendeschleife »Sachsendorf« zum Einkaufszentrum Lausitzpark inklusive Anbindung der Hochschule Lausitz. VCDB schlägt hier eine an der Haltestelle »Gelsenkirchener Allee« beginnende Neubaustrecke über die gleichnamige ­Straße nach Westen und weiter über die ­Lipezker Straße nach Süden bis zur Westseite des Konsumtempels vor; Kostenpunkt 9,8 Mio.€. Es könnten Reinvestitionen in Höhe von 3,8 Mio. € eingespart werden.
Die Einstellung der Bestandsstrecke zwischen Gelsenkirchener Allee und der Wendeschleife »Sachsendorf« (ca. ein Kilometer) würde keine Rückzahlung von Fördergeldern nach sich ziehen. Es müsste jedoch in diesem Bereich mit Fahrgastverlusten (rund 130 pro Werktag) gerechnet werden, die jedoch durch Zuwächse in Höhe von etwa 1050 neuen Reisenden entlang der Neubaustrecke deutlich überkompensiert würden. Der NKQ für dieses Vorhaben beträgt 1,42. Weil sich jedoch der Betriebskostenzuschuss um jährlich ca. 124.000 € erhöhen würde, raten die Gutachter von einer isolierten Realisierung dieses Vorhabens ab. Wenn überhaupt sollte dies nur in Kombination mit der Neubaustrecke Spremberger Vorstadt/Klinikum erfolgen. In diesem Fall ergäbe sich ein gemeinsamer NKQ von 1,82.

Kein Anschluss für die BTU
Weder einen volks- noch einen betriebswirtschaftlichen Nutzen attestiert die Machbarkeitsstudie einer Anbindung der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) an das Straßenbahnnetz – inklusive Weiterführung zum Sport- und Freizeitbad »Lagune«. Die Vorzugsvariante verliefe ab der Einmündung der Bahnhofstraße (Straßenbahnlinie 3) in die Berliner Straße (Straßenbahnlinie 2) zunächst nach Norden über die Karl-Marx-Straße, sodann kurz westwärts über die Lessingstraße und weiter in Richtung Norden über die Lieberoser Straße und die Erich-Weinert-Straße bis zum Schwimmbad und würde 10,6 Mio. € kosten. Es könnten im Vergleich zur heutigen Bedienung durch die Buslinien lediglich 190 Fahrgäste pro Werktag hinzugewonnen werden. Der NKQ wäre negativ und die Betriebskosten erhöhten sich um 887.000 € pro Jahr.
Die Initiative »ProTramCottbus«, die sich durch die VCDB-Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Neubaustreckenprojekte ­Lausitzpark/Hochschule Lausitz und Sprem­berger Vorstadt/Klinikum in ihrer Auffassung voll und ganz bestätigt fühlt, kritisierte scharf die Ergebnisse der Untersuchung einer Anbindung der BTU an das Straßenbahnnetz: Die Gutachter hätten die eigentlichen, fahrgaststarken Planungs­varianten gar nicht untersucht. Eine Streckenführung über den Kernbereich des Campus sei von vorne herein wegen der von der Hochschule geäußerten negativen Folgen einer Straßenbahnstrecke auf die Messergebnisse einzelner Universitätsinstitute ausgeschlossen worden, ohne das hierfür unabhängige technische Beurteilungen vorgelegen hätten. Ebenso sei eine Weiterführung zum neuen Polizeipräsidium nicht Gegenstand der VCDB-Analyse gewesen. »ProTramCottbus« forderte daher weitere Untersuchungen über eine mögliche Neubaustrecke in den Cottbuser Nordwesten.

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