November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Die schmalsten Elektrischen

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Bahnen mit 760 mm Spurweite
Die 760-mm-Spur, auch bosnische genannt, war und ist die Spurweite der meisten Schmalspurbahnen in der früheren Habsburger Monarchie und ihrer Nachfolgestaaten. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat die seit 1911 elektrisch betriebene Mariazellerbahn in Österreich.

Sie wird seit Dezember 2010 von der Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) betrieben. Wie die 1913 bereits mit elektrischem Betrieb eröffnete Lokalbahn Mixnitz – St. Erhard in der Steiermark handelt es sich bei der Mariazellerbahn um eine Eisenbahn.

Die einzige elektrische Straßenbahn mit 760 mm Spurweite in Österreich fuhr in Ybbs. Von 1907 bis 1953 pendelten die Tw 1 und 2 zwischen dem Stadtplatz und dem drei Kilometer entfernten Bahnhof Ybbs-Kennelbach im Anschluss von und zu den Zügen der Westbahn.

Beide Tw wurden nach der Stilllegung 1954 von der Lokalbahn Mixnitz – St. Erhard übernommen. Der Tw 1 wurde später verschrottet, der Tw 2 hingegen im Jahre 1969 an den „Verein Kärntner Eisenbahnfreunde“ abgegeben. Heute befindet er sich im „Historama Ferlach“.

Als Nachfolgerin einer Materialbahn eröffnete die elektrische Lokalbahn Payerbach – Hirschwang (Höllentalbahn) in Niederösterreich 1926 den Personen- und Güterverkehr. Vor allem Touristen schätzten die Verbindung von der Semmering- zur Rax-Seilbahn.

Aus technischen Gründen musste der Personenverkehr 1963 eingestellt werden, der Güterverkehr hielt sich 19 Jahre länger. Die beiden 1926 beschafften vierachsigen Elektrotriebwagen 1 und 2 gingen 1964 an die Zillertalbahn, wo die Wagenkästen abgewrackt und die Fahrgestelle zu Güterwagen umgebaut wurden.

Auf einem heute von der ÖGLB als Museumsbahn betriebenen, fünf Kilometer langen Abschnitt verkehrt seit 2005 wieder ein elektrischer Triebwagen. Er entstand aus dem Wagenkasten eines noch vorhandenen Beiwagens und eines originalen Unterteils, welches aus dem Zillertal zurückgeholt worden war.

Elektrisch ins Trentschiner Bad
In der Slowakei verkehrt die Lokalbahn Trencianske Teplá – Trencianske Teplice (Trentschin-Teplitz bzw. Trentschiner Bad) zur Verbindung des bedeutenden Thermalbades mit der Staatsbahnstrecke Bratislava – Zilina. Die 5,7 km lange Bahn fährt seit ihrer Eröffnung 1909 bis heute elektrisch, ursprünglich von den Ungarischen, ab 1918 von den Tschechoslowakischen sowie von 1993 bis 2011 von den Slowakischen Staatsbahnen betrieben.

Zur Eröffnung standen drei zweiachsige Tw und drei Bw zur Verfügung. Sie wurden Anfang der 1950er-Jahre an die elektrische Waldbahn Lubochna abgegeben, Tw 3 und Bw 11 befinden sich heute im Technischen Museum in Brünn.

Der Wagenpark wurde 1951 durch drei neue, in der Zwischenzeit mehrfach umgebaute, modernisierte und umgenummerte vierachsige Tw ersetzt, von den 1951/54 gelieferten drei vierachsigen Bw sind zwei in Steuerwagen und einer in einen Tw umgebaut worden. Die Bahn sollte mehrmals stillgelegt werden, denn die Slowakische Staatsbahnen wollten den Betrieb nicht weiterführen. Der Verkehr wurde in den letzten Jahren mehrfach ausgedünnt und die Buskonkurrenz bekam ihre Chance.

Im Fahrplanjahr 1969/70 z.B.

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