November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Die Rheinische Bahn­gesellschaft in Düsseldorf

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Da die Rheinische Bahngesellschaft nicht das einzige Unternehmen war, dem die Fahrzeuge angeboten worden waren, schien Eile nötig. Andererseits musste man klären, ob sich die Wagen für Düsseldorfer Verhältnisse überhaupt eigneten. Telefongespräche mit den Kollegen benachbarter Betriebe ergaben, dass auch Mönchengladbach, Wuppertal und der RWE-Betrieb  Empel – Rees Interesse an den Wagen zeigten. In Mönchengladbach machte man nach einer Besichtigung der Fahrzeuge sehr schnell Nägel mit Köpfen, vereinbarte zunächst die Übernahme eines Zuges zur Probe und ließ sich fünf weitere Garnituren reservieren. Darunter waren die sechs in den Jahren 1920/21 von HAWA in Hannover gebauten Triebwagen, die sicherlich auch gut in Düsseldorf verwendbar gewesen wären. Folglich richtete die Rheinbahn ihr Augenmerk auf die acht in den Jahren 1928/29 bei Allan in Rotterdam gebauten Beiwagen. Für die übrigen Beiwagen interessierte sich Wuppertal. Um zu sehen, ob die Wagen überhaupt geeignet waren, vereinbarten beide Unternehmen, je zwei Fahrzeuge zur Probe zu übernehmen. So verließ dann am 5. September 1949 ein erster Bahntransport Zeist mit Ziel Deutschland. Mitgenommen wurden der Probezug für Mönchengladbach und je zwei Beiwagen für Düsseldorf und Wuppertal.

Beiwagen aus den Niederlanden

Das für Beiwagen zuständige »Wiederaufbauwerk« im Betriebshof Mettmann begann sofort, die Fahrzeuge provisorisch für den Einsatz herzurichten. Sie erhielten dazu die Düsseldorfer Lackierung, Kupplungen und die deutschen Normen entsprechende Rammbohle, blieben aber in der Inneneinrichtung zunächst unverändert. Die beiden Beiwagen mit den Ursprungsnummern 33 und 96 gehörten zwei unterschiedlichen Bauserien und -formen an. Bw 33 (Baujahr1928) war ursprünglich ein Sommer-/Winterwagen, dessen Seitenwände aber 1942 dauerhaft festgesetzt worden waren. Dergrößere Typ von 1929 (Beiwagen 96) besaß zusätzlich Oberlichter über den fünf Seitenfenstern.

Beide Typen unterschieden sich zudem in der Form und Höhe des Tonnendachs voneinander. Entsprechend ihrem Einsatzgebiet auf einer Überland straßenbahn verfügten alle Beiwagen über Fronttüren, die den Schaffnern den Durchgang im Zug ermöglichten. Für den Stadtverkehr wurden diese in Düsseldorf fest verschlossen.

Auch ohne Einsatz im Fahrgastbetrieb war klar, dass die Niederländer für die Verhältnisse am Rhein grundsätzlich geeignet waren. Die optionierten sechs weiteren Beiwagen wurden noch im Herbst 1949 gekauft und kamen Anfang Dezember 1949 per Bahnfracht in Düsseldorf an. Bereits im Oktober waren die beiden zuerst übernommenen Exemplare als 891 (ex 96) und 892 (ex 33)in den Betriebsbestand übernommen und auf der schwächer belasteten Linie 2 zwischen Hauptbahnhof und Nordfriedhof eingesetzt worden. Die schmalen Plattformtüren waren für stärkeren und häufigeren Fahrgastwechsel sehr hinderlich, so dass beschlossen wurde, bei den restlichen sechs Wagen vor ihrem Einsatz die Plattformen grundlegend umzubauen und mit breiten Türöffnungen zu versehen. Die beiden im Einsatz befindlichen Fahrzeuge sollten im Anschluss daran ebenfalls angepasst werden. Alle Umbauten nahm auch hier die Werkstätte Mettmann vor.

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