November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Die »Kleene« ins »Jrüne«

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Ab hier bleibt die Strecke auf der rechten Straßenseite und wechselt nun auf eigenen Gleiskörper, teilweise auch begrünt.


Nun folgen weitere fünf Haltestellen, von denen die zweite am Berliner Platz erst 2006 eröffnet wurde. Hier kreuzen sich die Planzüge, die die ganze Strecke im 20-Minuten-Takt bedienen. Durch Verlegung dieser Kreuzung vom Thälmannplatz hierher konnte die Zahl der Plankurse von drei auf zwei reduziert werden. Dieser Halt dient dem Anschluss des Demos-Neubaugebietes mit Verbrauchermarkt. Hier starten auch die zur Spitzenzeit eingesetzten Verstärkerwagen, die morgens und Nachmittags den Takt zwischen Woltersdorf, ­Ber­liner Platz und dem S-Bahnhof Rahnsdorf auf 10 Minuten verdichten. Diese Kurse fahren offiziell als E-Wagen, sind jedoch in den normalen Aushangfahrplänen der ­Linie 87 aufgeführt.
Um den Fahrgästen raschen Zugang zu den Geschäften zu ermöglichen, hält der Richtung Woltersdorf fahrende Wagen auf dem linken Gleis. Je Richtung ist so ein eigener Bahnsteig auf derselben Straßenseite vorhanden. Die E-Wagen enden allerdings ebenfalls am Bahnsteig der Züge Richtung Berlin. Alle Haltestellen sind in den letzten Jahren mit neuen Unterständen und Bahnsteigen modernisiert worden.

Schnurgerade durch den Wald zur S-Bahn
Hinter dem Berliner Platz folgen die Haltestellen Lerchenstraße, Eichendamm und Goethestraße, alle am rechten Fahrbahnrand gelegen, der Ausstieg Richtung Woltersdorf liegt hier also auch auf der linken Seite. Direkt hinter der Goethestraße überquert die Bahn die Landesgrenze von Brandenburg und Berlin und fährt in den Berliner Staatsforst Friedrichshagen ein. Hier verläuft die Trasse parallel zu einem Ende der 1880er-Jahre angelegten Fußweg zum Berliner S-Bahnhof Rahnsdorf. Fast zwei Kilometer geht es nun schnurgerade durch den Wald, die hier liegende Weiche dient der fliegenden Kreuzung während der Spitzenzeiten, halten tut die Linie 87 im Wald nur in Notfällen oder wenn der Gegenzug Verspätung hat.

Alle 20 Minuten
Kaum aus dem Wald wird auch bereits die Endstation am S-Bahnhof Rahnsdorf erreicht. Hier liegt eine Kuppelendstelle mit Umsetzgleis und einem Bahnsteig, an dessen anderer Kante die Busse halten.


Die Linie 87 verkehrt heute werktags bis etwa 20 Uhr im 20-Minuten-Takt, in den Abendstunden nur alle 40 Minuten, ebenso in den Frühstunden von Samstagen, Sonn- und Feiertagen. Werktags wird die Zugfolge durch einen in den Spitzenzeiten zwischen Berliner Platz und Bahnhof Rahnsdorf fahrenden Einsatzwagen auf zehn Minuten verdichtet. Der Fahrplan ist auf einen guten Übergang zur Berliner S-Bahn Linie 3 am Bahnhof Rahnsdorf abgestimmt. Die Bahnen sind recht gut besetzt, nicht nur mit Ausflüglern. Neben den Fahrkarten des VBB-Tarifes (Berlin Zone C) gibt es auch einen Haustarif, der den Woltersdorfen zu günstigen Preisen die lokale ­Nutzung ihrer Bahn ermöglicht. Seit 2004 wurde der Personalbestand von 32 auf
20 Mit­arbeiter und Mitarbeiterinnen vermindert. Mit ihren  Ende der 1990er-Jahre in Mittenwalde modernisierten Gotha-Wagen wird die Bahn auf mittlere Sicht weiter verkehren. Der Besuch lohnt sich.
Stefan Vockrodt

Mehr Infos und Bilder im Heft STRASSENBAHN MAGAZIN 09/11!

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