November-Ausgabe seit 18. Oktober am Kiosk!

Die Nummer 11/2019 (November) von STRASSENBAHN MAGAZIN ist seit 18. Oktober im Handel erhältlich. Freuen Sie sich auf die spannende Titelgeschichte über 30 Jahre Niederflur-Fahrzeugtechnik bei deutschen Betrieben und viele weitere aktuelle und historische Beiträge aus der Welt der Straßenbahn! Händler in Ihrer Nähe, bei denen Sie das Heft erhalten, finden Sie übrigens unter www.mykiosk.com
 
 

Auf geht’s!

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ankommende Buslinien angegliedert. Des weiteren wurde die Park&Ride-Anlage im Schleifeninneren auf 70 Stellplätze erweitert, ein überdachter Fahrradstellplatz eingerichtet und ein neuer Kiosk gebaut. Während der verschiedenen Bauarbeiten zur Anpassung des Streckennetzes an die neuen Stadtbahnwagen, musste in den letzten Jahren (nicht nur auf der Linie 2) mehrfach ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

Türen, die verschlossen ­bleiben

Die derzeit auf der Linie 4 verkehrenden Langzüge (M8D + MB4 + M8D) sollen, sobald dort durch Vamos-Doppeltraktionen abgelöst, auf die Linie 1 wechseln. Daher wurden und werden auch auf der Linie 1, auf der wie auf den Linien 2 und 3 derzeit die kürzeren M8D- bzw. M8C-Doppeltraktionen eingesetzt werden, die vorhandenen Hochbahnsteige entsprechend verlängert. Da aber die Bahnsteiglängen sämtlicher Stationen weder auf der Linie 1 für die M8D + MB4 + M8D-Langzüge noch auf der ­Linie2 für die Vamos-Doppeltraktionen rechtzeitig angepasst werden können, hält man bei der moBiel längst eine Notlösung bereit. So sollen bei Stadtbahnen, die an zu kurzen Bahnsteigen halten einfach die erste und die letzte Tür geschlossen bleiben.

Wagen mit beschränktem Zustieg

Auf der im stadtinternen Vergleich eher schwach ausgelasteten Linie 2 sollen künftig außerhalb der Spitzenzeiten ohnehin nur solo verkehrende Vamos-Stadtbahnen eingesetzt werden, wofür natürlich alle Bahnsteige lang genug sind. Für die Spitzenstunden hält man sich bei der moBiel neben den Vamos-Doppeltraktionen auch die Möglichkeit hier weiterhin M8D-/M8C-Doppeltraktionen einzusetzen offen. Gerade bei der Linie 2 wäre ein Tausch des eingesetzten Rollmaterials im Tagesverlauf durch die Lage der Endstation Sieker direkt vor dem Stadtbahnbetriebshof vergleichsweise unkompliziert. Doch auch in weiteren Fällen werden ­Bielefelds Stadtbahnen künftig nicht mehr alle Türen öffnen. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist Bielefelds neue Stadtbahngeneration nur noch eingeschränkt für den Einsatz an Stationen ohne Hochbahnsteige ausgerüstet. Da zwei der jeweils fünf Türen pro Wagenseite eines Vamos nicht über Stufen ­verfügen, werden diese nur an Hochbahnsteigen geöffnet werden können. Im vorgesehenen Einsatzgebiet der neuen Stadtbahnen (Linien 2 und 4) wird dies aber nur die Stationen August-Bebel-Straße und Teutoburger Straße betreffen. Allerdings ist bei diesen Stationen auch langfristig nicht mit einem Hochbahnsteigbau zu rechnen.

Das Konzept »Stadtbahn 2030«

Zum Schluss noch ein Sprung von der kurzfristigen zur langfristigen Zukunft der ­Bie­lefelder Stadtbahn – oder besser zum Konzept Stadtbahn 2030. Von diesem ambitionierten Ausbaukonzept, das zahlreiche Neubaustrecken im Bielefelder Stadtbahnnetz vorsieht, berichtete das STRASSENBAHN MAGAZIN bereits ausführlich SM 05/08). Für eine Ratssitzung zu Beginn dieses Jahres wurden die einzelnen Vorhaben vom Bielefelder Amt für Verkehr folgendermaßen aufgelistet und kategorisiert:
a) Maßnahmen in Umsetzung: Milse – Milse Ost; Lohmanshof – (Neuer) Hochschulcampus
 Während für die Strecke nach Milse Ost noch dieses Jahr das Planfeststellungsverfahren beantragt werden soll, leitet die Stadt Bielefeld für die Hochschulcampuslinie derzeit erste Schritte zu einem »Planfeststellung ersetzenden Bebauungsplan« ein.
b) Maßnahmen zu denen Planungen vorliegen: Babenhausen Süd – Theesen; Stieghorst Zentrum – Hillegossen; August-Schröder-Straße – Dürkopp Tor 6
c) Erschließung wichtiger Siedlungskorridore (Studien/Untersuchungen zur generellen Machbarkeit liegen vor): Theesen – Jöllenbeck, Senne –  Sennestadt, Innenstadt – Heepen
d) Weitere Netzergänzungen: Schildesche – Obersee, Brackwede Bahnhof – Kupferhammer/Ummeln, Brackwede Bahnhof – Sennestadt Nord (über DB-Strecke Brackwede Bahnhof – Sennestadt), Brackwede Kirche – Sennestadt Nord (über DB-Strecke Brackwede Süd – Sennestadt), Dürerstraße – Babenhausen Süd, Verbindungsstrecke Sieker – Stieghorst

Am 28. Januar 2010 hat der Rat die Durchführung sowohl einer Potentialanalyse für alle hier aufgelisteten Maßnahmen als auch einer eigenen Machbarkeitsstudie für die Verbindung Heepen – Innenstadt beschlos­sen. Hintergrund für die gesonderte Betrachtung der Strecke Innenstadt – Heepen ist, dass diese durch die individuelle Führung durch das Bielefelder Stadtzentrum nicht zwingend in das Stadtbahnsystem integriert werden müsste, sondern auch nach anderen Planungsparametern (ggf. als Niederflurstraßenbahn) ausgeführt werden könnte. Beide Studien wurden im Juni dieses Jahres ausgeschrieben. Die Realisierung hängt dann aber von der Finanzierbarkeit ab.  

Philipp Krammer

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siehe Bildunterschrift
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