Vorzeigebetrieb an der Elster

In den vergangenen Jahren wurde sie vorbildlich modernisiert – das Ziel »schöner, leiser, schneller« ist erreicht. Doch mit einer neuen Oberbürgermeisterin war der weitere Ausbau als fraglich eingeschätzt worden, ist aber inzwischen bewilligt.
Das ostthüringische Gera liegt abseits der großen Verkehrsströme. Die Stadt an der Elster, rund 100.000 Einwohner, beheimatet einen Straßenbahnbetrieb, der in den letzten Jahren durchaus Vorzeigecharakter erlangt hat. Ob es dabei bleibt, werden die nächsten Monate zeigen.

Denn derzeit liegen einige wich­tige Projekte der „Stufe Zwo“ des Stadtbahnprogramms hinter den Planungen zurück – und es ist möglich, dass das ein oder andere Projekt trotz teils bereits bestehenden Baurechts noch einmal grundsätzlich in Frage gestellt wird.

Möglich geworden ist dies auch durch den Wechsel im Oberbürgermeisteramt der Stadt sowie durch eine verzögerte Bereitstellung der Fördermittel durch die thüringische Landesregierung.

Nach gut sechs Jahren als OB musste Norbert Vornehm (SPD), der zuvor von 1996 bis 2006 Geschäftsführer des Geraer Verkehrsbetriebs (GVB) war und mit viel Engagement die Tram modernisierte, am 1. Juli 2012 sein Amt an die von CDU, FDP und der Wählervereinigung „Arbeit für Gera“ getragene Kandidatin Viola Hahn übergaben.

Diese stand dem weiteren Ausbau der Geraer Stadtbahn im 120. Jahr ihres Bestehens bis Anfang September skeptisch gegenüber.

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