Von Rhein und Ruhr in alle Welt

Die Straßenbahnbetriebe zwischen Bonn und Dortmund haben viele ihrer robusten und bewährten Hochflurfahrzeuge ins Ausland abgegeben. Wir betrachten die Exporte anhand der abgebenden Betriebe. »Fahrfreude von Dauer«, Teil 2
Allem voran: Der rumänischen Stadt Arad werden wir als empfangenden Betrieb mehrfach begegnen. Sie ist zweifelsfrei Spitzenreiter auf der Liste von Betrieben, die gebrauchte Trambahnen aus mehreren deutschen Städten erhalten haben. Die am häufigsten exportierten Fahrzeugtypen sind drei Entwicklungen von Düwag.

Zum Einen ist es der Dortmunder Zweirichtungsachtachser, der zwischen 1959 und 1974 von Düwag und in deren Lizenz von Hansa-Waggonbau in Bremen gefertigt wurde. Er fand eine neue Heimat in gleich drei Städten, wobei zwei Exemplare darüber hinaus noch als »Botschafter« bis nach Hiroshima in Japan gingen.

Zum Anderen ist es der Wagentyp, der am stärksten in Deutschland Verbreitung fand und ab 1955 gebaut wurde: Der Sechsachser von Düwag in Einrichtungs- und Zweirichtungsversion avancierte ebenfalls zum Erfolgsmodell auf dem »Gebrauchtwagenmarkt«. Inzwischen ist allerdings vieles schon wieder Vergangenheit.

Bochum/Gelsenkirchen
Nachdem acht ex-Bochumer Zweirichtungs-Sechsachser von Düwag im französischen Lille ab 1985 gemeinsam mit ihren Kollegen der Vestischen Straßenbahn gute Dienste geleistet hatten, wollte sich auch das belgische Verkehrsunternehmen DeLijn für den Stadtverkehr in Gent einige der robusten Einheiten sichern und erwarb 1994 neun der keineswegs altersschwachen Fahrzeuge.

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