Von Dribbdebach nach Preungesheim

Seit 11. Dezember 2011 ist in Frankfurt am Main die neue Linie 18 in Betrieb. Sie führt vom Lokalbahnhof auf der Sachsenhäuser Mainseite über den Main zum Gravensteinerplatz. Von Rolf Jerman
Ab 1998 entstand im Nordosten der Mainmetropole Frankfurt der erste Bauabschnitt des Neubaugebietes Preungesheim Ost, auch Frankfurter Bogen genannt. Von Anfang an war eine Erschließung durch eine Schienenanbindung geplant. Ursprünglich sollte dies durch eine Stadtbahn, im Volksmund auch U-Bahn genannt, mit breiten Fahrzeugen und Hochbahnsteigen erfolgen. Untersucht wurden verschiedene Varianten:
•    eine Führung aus der von Osten nach Norden in die Gießener Straße abbiegenden U5 weiter geradeaus über den Marbachweg und an der heutigen Haltestelle Walter-Kolb-Siedlung auf die jetzt gewählte Trasse
•    an der jetzigen Haltestelle Preungesheim, von der aus die U5 weiter zur S-Bahn-Haltestelle Frankfurter Berg verlängert werden soll, abzweigend nach Osten in das Neubaugebiet.

Beide genannten Varianten hätten den Vorteil gehabt, dass die U5 durch eine Linienteilung auf den letzten Teilstücken mit verringerter Zugfolge betrieben worden wäre, da der heutige 5-Min-Takt auf der gesamten Strecke bis Preungesheim nicht unbedingt erforderlich ist. Speziell bei der ersten Lösung hätten im Marbachweg einige Bäume gefällt werden müssen. Deshalb wurde diese Variante von den Anwohnern dieser Straße erfolgreich verhindert.

Doch eine Straßenbahn?
Die Stadt- und Verkehrsplanung der Stadt Frankfurt am Main und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) prüften deshalb, ob eine Straßenbahn mit Führung über die Friedberger Landstraße mach­bar sei. Als problematisch erwiesen sich:
•    die Engstelle zwischen den Haltestellen Friedberger Platz und dem Alleenring,
•    die Führung zweier Straßenbahnlinien über die sehr kurze und mit zu schmalen Bahnsteigen ausgerüstete Haltestelle Konstablerwache,
•    die Wahl der Endhaltestelle
•    und nach Festlegung auf den Lokalbahnhof eine unbedingt notwendige Umsteigemöglichkeit zur Haupt-Ost-West-Linie 11 am gleichen bzw. gegenüberliegenden Bahnsteig.
Die Probleme erschienen aber als lösbar.

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