STRASSENBAHNMAGAZIN 300. Ausgabe – Eine kleine Historie

Es ist kein Zufall, dass Ihnen auf der Titelseite dieses Jubiläumsheftes ein Stuttgarter Zweiachser der Reihe 300 entgegenfährt. Schließlich war die Schwabenmetropole „Geburtsstätte“ des Magazins. Vor 45 Jahren hob die Franck’sche Verlagshandlung zu Stuttgart das STRASSENBAHNMAGAZIN aus der Taufe. Zur 300. Ausgabe haben wir Ihnen eine kleine Historie zusammengestellt.
1969 ist man beim der Franck’sche Verlagshandlung zunächst skeptisch und probiert es mit einer „Nullnummer“. Die wird überaus erfolgreich und ist heute antiquarisch sehr begehrt.1970 startet das STRASSENBAHNMAGAZIN (Herausgeber Bernd Otto Gessner von Sothen) mit zunächst zwei Ausgaben pro Jahr, aber von Beginn an farbigem Titelbild. Der Schwerpunkt liegt auf der Straßenbahngeschichte. Ab 1973 erscheint das STRASSENBAHNMAGAZIN vierteljährlich; diese Erscheinungsweise wird über 20 Jahre beibehalten. Im Jahr darauf wechselt erstmals der Herausgeber. Dr. Heinz Matthiesen übernimmt ab Heft 13, bis mit seinem plötzlichen Tod 1976 ein neuer Herausgeber gefunden werden muss.

In Matthiesens kurzer Zeit entstehen zwei Spezialausgaben, die je nur einem Betrieb gewidmet sind: Straßburg (SM 17) und Bremen (SM 21). Eine dritte „Einthemen“-Ausgabe erscheint zum 100-jährigen Jubiläum der Straßenbahn in Köln 1977 (SM 24). 1977 übernimmt für drei Jahre (Heft 23-34, 1977-1979) Klaus Pabst die Leitung des STRASSENBAHNMAGAZIN. Mit der weltweit größten einsetzenden Rückbesinnung auf die Straßenbahn finden zunehmend moderne Themen Platz in der Zeitschrift. Ab Heft 35 (1980) gibt eine Trioka aus Konrad Hierl, Dr. Martin Pabst und Dr. Herbert Sommerfeld  das STRASSENBAHNMAGAZIN heraus. Nun findet man auch im Heft Farbbilder. Das STRASSENBAHNMAGAZIN widmet sich jetzt auch umfassend der modernen Tram und Stadtbahn. Neue Fahrzeuge werden ausführlich vorgestellt, aktuelle Entwicklungen begleitet und – mitunter sehr kritisch – kommentiert. Herbert Sommerfeld  scheidet 1983 aus dem Herausgabekollektiv aus, Konrad Hierl und Dr. Martin Pabst entwickeln die Zeitschrift kontinuierlich weiter. Nach Hierls Tod (1993) bleibt Pabst als alleiniger Herausgeber.

1996 ist die große Zäsur in der Geschichte des STRASSENBAHNMAGAZIN. Nicht nur wechselt die Zeitschrift zum GeraNova Verlag in München, sie wechselt auch das Format und die Erscheinungsweise. Ab Heft 1/96 (Nr. 99) erscheint das Magazin zweimonatlich in größerem Format. Bildraritäten wie auch brillante aktuelle Aufnahmen können nun in großen Formaten veröffentlicht werden. Die aktuellen Entwicklungen bei Straßen- und Stadtbahnen werden zu einem wichtigen Bestandteil. In der 100. Ausgabe (Heft 2/96) lässt Martin Pabst die Geschichte des STRASSENBAHNMAGAZIN ausführlich Revue passieren. 1998 übernimmt Wolfgang Klee die Redaktion des STRASSENBAHNMAGAZIN. Das Heft wird bunter, auch U- und S-Bahnen finden häufiger Platz auf den Seiten. Seit dem Jahr 2000 erscheint das STRASSENBAHNMAGAZIN monatlich und wird „Europas größte Straßenbahn-Zeitschrift“ 2005 übergibt Klee die redaktionelle Leitung an Stefan Vockrodt. Dieser wiederum gibt nach sieben Jahren (2012) weiter an André Marks, der das Magazin bis heute betreut.Mit der 300. Ausgabe feiert das STRASSENBAHN MAGAZIN eine weitere Premiere: Zum ersten Mal erhalten Sie als Käufer oder Abonnent des Heftes nicht nur gedruckte, sondern auch bewegte Bilder. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit der DVD

Ein Artikel aus STRASSENBAHN MAGAZIN 10/14.
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