Schleichender Abschied

Die letzten Tatras in Deutschland Moder­nisierte T3D, T4D, KT4D, T6A2 und sogar drei KT8 – noch gibt es sie bei immerhin 21 Betrieben in Deutschlands östlichen Bundesländern. Doch seit dem Jahr 2000 hat sich ihr Bestand drastisch ­reduziert – und ­dieser Prozess geht rasant weiter
Was im Westen der Republik die klassischen Gelenk-Düwag, das sind im Osten Deutschlands die Tatrawagen: Kultfahrzeuge, die das Bild zahlreicher Betriebe und Städte über viele Jahre geprägt haben.  In Städten wie Schwerin, Magdeburg und Dresden gehören reguläre Planeinsätze von Tatrawagen heute schon der Vergangenheit an.

Moderne Niederflurwagen haben sie hier bereits verdrängt, auch wenn in den beiden Städten am Elbufer weiterhin betriebsfähige Fahrzeuge noch als E-Wagen genutzt werden. In Halle (Saale) liegen  die Einsätze von Tatras im Liniendienst wortwörtlich in den „letzten Zügen“. Die Verkehrsbetriebe in Erfurt und Rostock drängen ebenfalls auf eine baldige Verabschiedung ihrer Tatras aus dem Plandienst.

In Städten wie z. B. Cottbus, Görlitz und Zwickau richten sich die Werkstätten hingegen derzeit auf einen Weiterbetrieb der Tatras bis weit in die 2020er-Jahre hinein ein! Der folgende Beitrag stellt die Entwicklung des Tatrabestandes seit der Jahrtausendwende vor und zeigt die aktuelle Situation sowie die Zukunftsaussichten der ­Tatras in 14 der insgesamt 21 Städte alphabetisch geordnet auf. Teil 2 geht auf Plauen bis Zwickau ein.

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